2019. Ein junges Mädchen aus Schweden hat eine Vision. Sie möchte die Erde retten. Sie stellt sich der Verantwortung, ihr eigenes Leben zu verändern, damit die Welt wieder atmen kann. Nebenbei reißt sie Millionen Menschen in den Bann genau das Gleiche zu tun.
Das hat sie auch bei mir geschafft. Ich bin 2019 auf so vielen Demos gewesen, wie in meinen ganzen 34 Lebensjahren zu vor. Sie hat mich zum Nachdenken gebracht. Sie hat mir bewusster gemacht, dass ich die Verantwortung habe, die Erde ordentlich zu verlassen. Denn mein Kind und die Kinder meines Kindes sollen die gleichen Chancen bekommen, die Welt in ihrer Einzigartigkeit zu erleben.

Generation Z gegen alle anderen

Aus der Fridays for Future ist jedoch noch mehr geworden als ein Klimaprotest. Es ist eine Generationsdebatte. Es ist der Aufschwung einer Generation die es satt haben nur Zuschauer zu sein. Boomer, Gen X und Gen Y fühlen sich zum Teil angegriffen, verhöhnt und zwischen die Beine getreten. Es wird der Erfahrungshammer geschwungen. Man möchte nichts diktiert bekommen. Man fühlt sich denunziert.

Aber ist es nicht eigentlich so, dass die Erfahrenen mit den Visionären und Pionieren in ein konstruktives Gespräch gehen sollten?

Highlevel Vernetzung

Weit gefehlt. Auf Twitter wird sich gezankt. Via Facebook stapeln sich Antigruppen. Über Youtube werden Stellungen bezogen. Zugegeben via Social Media zu diskutieren ist relativ klimaneutral. Obwohl ich letztens gelesen habe, dass wir mit dem Posten auf den verschiedenen Plattformen so viel CO2 ausstoßen, wie bei einer 2 Kilometer langen Autofahrt.

Zu was führt diese Diskussion aber bisher?
Ein Wort: Meinungsbashing.

Allen Generationen läuft die Zeit weg

Während die Erfahrenen die Ideen nicht ordentlich am runden Tisch besprechen wollen und die Freitage mit Fridays for Future geblockt sind, brennt in Australien alles was brennen kann. Wir haben keinen Winter mehr. Und die Generation Z wird weiterhin belächelt.
Dabei möchte sie nur eine Sache erreichen: Eine Welt, die den Menschen noch weitere Jahrhunderte aushält.


Bestimmt sind einige Forderungen idealistisch, naiv oder frech. Aber genau diese Einstellung ist nötig um Veränderungen anzustoßen. Also stehen wir auf. Kramen unsere Erfahrung zusammen und helfen der Generation Z sich zu beweisen und den Ideen Schliff zu geben.
Wir können noch unglaublich viel von ihnen lernen. Wir müssen es nur zulassen.
Meine Stimme habt ihr.